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3. Die Akkreditierung durch die FIBAA

a. Einleitung

Die Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) ist eine internationale Stiftung zur Sicherung der Qualität, der Berufsrelevanz und der Markttransparenz von Bachelor- und Master-Studiengängen. Im deutschsprachigen Bereich hat sich die FIBAA, neben einigen weitern Akkreditierungsinstitutionen, insbesonders für die Akkreditierung von MBA-Programmen im deutschsprachigen Raum (vor allem Deutschland, Österreich, Schweiz) eingesetzt.

Angesichts der Internationalisierung der Arbeitswelt ist es sehr zu begrüßen, dass die FIBAA es sich außerdem mit besonderem Nachdruck aufs Panier geschrieben hat, die internationale Ausrichtung der MBA-Programme zu überprüfen.

Die Stiftung wurde 1994 von Spitzenverbänden der deutschen, österreichischen und schweizerischen Wirtschaft mit dem Ziel gegründet, den Markt der MBA-Programme transparent zu machen und die Angebote der Business Schools nach einheitlichen Qualitätskriterien zu bewerten. Auf diese Weise sollen den Studierenden und den potentiellen Arbeitgebern nachvollziehbare Hinweise zur Qualität und zur Berufsrelevanz der Ausbildung geliefert werden.

Die FIBAA befasst sich schwerpunktmäßig mit der Akkreditierung wirtschaftsorientierter Studienprogramme von staatlichen und privaten Anbietern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die FIBAA setzt Bachelor- und Master-Standards für Vollzeit-, Teilzeit- und Fernstudienprogramme. Auch ausländische Universitäten bemühen sich, das Gütesiegel der FIBAA zu erhalten; So wurden mittlerweile Verfahren in China, Russland, Ukraine, Niederlande, Vietnam, Indien eingeleitet.

Die FIBAA stellt darüber hinaus Begutachter für das von der European Foundation for Management Development (efmd) initiierte Verfahren EQUIS (näheres dazu unter EQUIS) für Management-Programme mit einer besonderen internationalen Ausrichtung. Dadurch trägt die FIBAA zur Gestaltung und Wahrung international anerkannter Akkreditierungsstandards auf europäischer Ebene bei, und die FIBAA kann Einfluss darauf nehmen, dass in Deutschland bewährte Qualitätskriterien ihren Platz in den internationalen Akkreditierungsverfahren erhalten.

Nach mündlicher Auskunft von Herrn Kran, dem Geschäftstellenleiter und MBA - Spezialisten der FIBAA, hatte die FIBAA bis zum März 2006 rund 290 Akkreditierungsverfahren von Bachelor- und Masterstudienangeboten erfolgreich abschließen können. Darunter 88 MBA Programme. Erfahrungswerte zeigen, dass bei rund 50% der Verfahren die Hochschulen nacharbeiten müssen, bevor sie eine Akkreditierung erhalten. Die Durchfallquote liegt bei rund 15%, wobei leider keine Namen der durchgefallenen Schulen veröffentlicht wird. Die aktuelle Liste der von der FIBAA akkreditierten Hochschulen finden Sie unter www.fibaa.de.

Dort werden die akkreditierten Programme auch näher beschrieben und vor allem die für die Akkreditierung maßgeblichen, von der FIBAA ermittelten Stärken und herausragenden Merkmale der Programme angesprochen. Diese Stärken- und Schwächen-Profile der durch die FIBAA akkreditierten MBA-Programme sind eine gute Quelle für ergänzende Infos über Programme, für die sie sich möglicherweise interessieren!

Auf der Webseite der FIBBA finden Sie genaue Informationen und Download Broschüren zur Akkreditierung, die in jedem Fall lesenswert sind. Detlev Kran, ist auch ein guter Ansprechpartner, wenn es darum geht, ob ein Programm in deutschen Landen ein seriöses Angebot bereitet.

Tipp: Herr Kran nimmt jedes Jahr an unserem MBA Gate Expertenforum als Referent teil. Diese Veranstaltung ist daher eine exzellente Möglichkeit, vom ihm und anderen namhaften MBA-Fachleuten persönliches Feedback zu der eigenen Entscheidungssituation zu erlangen.

Zum Selbstverständnis der FIBAA führt Kran aus: "Die FIBAA ist eine internationale, vor allem in Europa tätige Qualitäts- und Akkreditierungsagentur, die Hochschulen bei der Weiterentwicklung ihrer Bachelor-, Master- und PhD-Studiengänge unterstützt. Sie tut dies durch einen intensiven Qualitätsprozess gemeinsam mit der Hochschule, dessen Ziele zum einen die Qualitätsverbesserung und zum anderen die Akkreditierung des Studienganges sind. Dieser Qualitätsprozess beinhaltet Beratung zum Qualitätsmanagement, Begutachtung des Studienganges bezüglich Inhalt und Struktur sowie bei Erfüllung der Voraussetzungen die Verleihung des FIBAA-Qualitätssiegels."

Die FIBAA ist in Deutschland www.akkreditierungsrat.de und den Niederlanden www.nvao.net als Akkreditierungsagentur durch sie staatlichen Stellen selber akkreditiert. Sie ist Mitglied bei ENQA European Association for Quality Assurance in Higher Education www.enqa.net und ECA European Consortium for Accreditation in Higher Education www.ecaconsortium.net.


b. Das Akkreditierungsverfahren der FIBAA

(1) Vorgespräch

Die FIBAA führt zunächst intensive Vorgespräche mit den Universitäten, die sich für eine Akkreditierung interessieren. Ziel dieser Gespräche ist es, zusammen die Erfolgsaussichten für eine Akkreditierung abzuschätzen und die Universitäten mit der Systematik des Akkreditierungsverfahrens vertraut zu machen.


(2) Selbstdokumentation

Ist eine Akkreditierung aussichtsreich, stellt die Universität einen Antrag auf Akkreditierung bei der FIBAA und tritt damit in das kostenpflichtige Verfahren ein. Dieses Verfahren beginnt mit einer Selbstdokumentation, in der die Universität Rechenschaft ablegen muss über eine Vielzahl vorgegebener Kriterien Themen. Im Folgenden listen wir die wesentlichen dieser Punkte auf, da Sie unseres Erachtens einen guten Eindruck davon vermitteln, was ein gutes MBA-Programm ausmacht:

- Aufnahme Bedingungen für die Studentinnen
- Teilnehmer Struktur : nationale/kulturelle Vielfalt; gewisse Breite beruflicher Erfahrungen
- Einschreibungsprozess: z.B. Nachweise der Studienleistungen, der Fremdsprachenkenntnisse etc.
- Systematik und zielgerichtete Leitung des Programms
- Interdisziplinäre Ansätze in der Programmgestaltung
- Wissenschaftliches Niveau des Programms
- Internationale Ausrichtung des Programms (hierauf legt die FIBAA besonders viel Wert)
- Möglichkeit der Bewertung des Programms durch die Teilnehmer
- Unternehmenskontakte
- Programminhalte: Übereinstimmung mit der Zielrichtung des Programms, transparentes Pflicht- und Wahlfachsystem, ein bis zwei Jahre Programmdauer (Vollzeit), Mindeststundenzahl etc.
- Lehr- und Lernprozess: sinnvolle Lehrmethoden und Lehrmittel, aktives und interaktives Lernen, Managementsimulationen, Anwendungsorientierung
- Vernünftige Teilnehmerzahl in den Lehrveranstaltungen
- Modernes und angemessenes Lehrmaterial
- Umsetzung von Forschungsergebnissen im Programm
- Ausstattung der Bibliotheken
- Angemessener Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie
- Niveau und Ausbildung der Dozenten
- Qualität und Umfang der Forschung und Entwicklung durch die Dozenten
- Regelmäßige Bewertung des Lehrpersonals
- Organisation des Studienganges
- Finanzierung des Programms
- Verwaltung und Infrastruktur des Programms
- Angemessene Räumlichkeiten
- Beratung durch Wirtschaft und Gesellschaft zur bedarfsgerechten Programmentwicklung
- Karriere- und Vermittlungsdienst für junge Absolventen
- Aktuelle und vollständige Programmbeschreibung für die Öffentlichkeit
- Jahresbericht über wesentliche Aktivitäten und Daten muss auf Anforderung verfügbar sein

ie Zeit für diese Selbstdokumentation durch die Business School ist auf 1 Jahre befristet.


(3) Prüfung vor Ort und Bericht

Auf der Grundlage der Selbstdokumentation und den Ergebnissen einer zweitägigen Prüfung vor Ort erstellen die Gutachter der FIBAA einen Bericht und sprechen eine Empfehlung an die Akkreditierungskommission aus. Die Akkreditierungskommission der FIBAA ist zu je einem Drittel mit Vertretern der Universitäten, der Wissenschaft und der Gesellschaft besetzt.


(4) Erst-Akkreditierung

MBA-Programme, die in Deutschland neu angeboten werden sollen, bedürfen grundsätzlich der vorherigen Genehmigung des zuständigen Landesministeriums. Zu diesem Zweck bietet die FIBAA eine Erst-Akkreditierung an. Die zu diesem Zeitpunkt noch nicht prüfbaren Punkte der von der FIBAA geforderten Qualitätsstandards werden in diesem Erstverfahren zunächst noch ausgespart und einer Folge-Akkreditierung vorbehalten. Die Folge-Akkreditierung erfolgt nicht, bevor der erste Jahrgang des Programms graduiert ist. MBA-Programme, die schon länger auf dem Markt präsent sind, können demgegenüber direkt in das vollständige Akkreditierungsverfahren einsteigen.


(5) Befristung und Kosten

Die Akkreditierung durch die FIBAA kostet 12.500 Euro und bleibt maximal fünf Jahre lang gültig. Anschließend ist eine Re-Akkreditierung nötig, die nach den selben Grundsätzen wie die erste Akkreditierung erfolgt. Este Erfahrungen aus Re-Akkreditierungen zeigen, dass sich die Programme oft erheblich entwickelt haben.


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