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IV. Bedeutung für die Bewerbung


1. Objektivität

Ob ein Bewerber die notwendigen Fähigkeiten zur Teilnahme an einem MBA-Programm mitbringt, wird anhand des gesamten Bewerbungsmaterials entschieden. Formell ist der GMAT daher nur ein Kriterium von vielen. Das Auswahlkomitee räumt dem im GMAT erreichten Testergebnis im Rahmen der eingereichten Bewerbungsunterlagen jedoch einen ganz erheblichen Stellenwert ein. Verschiedene Gesichtspunkte sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Als standardisierter Test bietet der GMAT die nahezu einzige Vergleichsbasis für die Beurteilung des Potentials internationaler Bewerber. Es fällt den Komitees oftmals schwer, die Qualität ausländischer Hochschulabschlüsse zu beurteilen. Gleichermaßen schwierig ist es, die akademischen Leistungen von Bewerbern einzuschätzen, die aus Fachrichtungen kommen, in denen die Absolventen ganz überwiegend Bestnoten zu bieten haben, ohne dass eine klare Differenzierung zugunsten besonders befähigter Studenten möglich ist. Der Anreiz ist deshalb groß, für die Beurteilung der Bewerber, deren Zahl bei begehrten Programmen die Anzahl der angebotenen Studienplätze um das Zehnfache übersteigen kann, eine Vorselektion anhand des vergleichsweise objektiven GMAT-Ergebnisses vorzunehmen und nur bei einer geringen Zahl der Bewerber wirklich die umfangreichen anderen Materialien der Bewerbung zu bewerten.

Zur Qualität des GMAT als objektives Entscheidungskriterium und für die Bedeutung des Tests bei der Bewerbung in ein Top-MBA-Programm hat sich Jörn Meißner, Doktorand an der Columbia Business School und akademischer Chef des Testprep-Unternehmens Manhattan Review, in seinem Vortrag auf MBA Gate 2002 geäußert:

„Das Interesse an MBA-Programmen nimmt bisher weltweit stetig zu. Es gibt ständig mehr Bewerber...Schon jetzt liegen die Aufnahmequoten bei den Top Programmen jedenfalls bei nicht mehr als 10 bis 20 %...Die eigentliche Schwierigkeit ist also, überhaupt in das Programm aufgenommen zu werden... Über diese überproportional hohe Bedeutung des Bewerbungsaufwandes sollte man sich im Klaren sein. Insbesondere, wer sich dafür entscheidet, die Aufnahme in ein Top MBA-Programm anzustreben, muss sich auf einen harten Wettbewerb in der Bewerbungsphase einstellen und einen entsprechenden Aufwand für die eigene Bewerbung einplanen... Der GMAT ist das wohl wichtigste Entscheidungskriterium. Natürlich nicht per Definition. Es gibt eine Vielzahl von Kriterien, anhand derer über die Bewerbung entschieden werden soll. Wenn man sich allerdings die Statistiken ansieht, wird sehr deutlich, dass der GMAT hier das Schwergewicht ist - beziehungsweise für manche Bewerber sogar „der Joker’; denn wenn der Test richtig gut gelaufen ist, imponiert das manchem Admission Officer; ein paar Schnitzer im Rest der Bewerbung werden dann mal verziehen, was allerdings nicht als Freibrief zum Rumschludern verstanden werden darf; so magisch ist der GMAT dann auch wieder nicht! ...

Stellen Sie sich vor, Sie sollten eine Entscheidung über die Zulassung von Bewerbern treffen und sitzen vor einem riesigen Stapel von Bewerbungen aus den verschiedensten Ländern. Wie gesagt: Bei den Top Schools bewerben sich zehnmal mehr Kandidaten als Studienplätze vorhanden sind. Auf die 800 vakanten Stellen bei Columbia bewerben sich dieses Jahr sogar fast 10.000 Leute. Die Bewerber haben die unterschiedlichsten Studiengänge belegt – viele davon sind Ihnen möglicherweise nicht geläufig; und auch nicht in allen Fällen ist ihnen die typische Benotungspraxis bekannt. Da ist zum Beispiel ein indischer Maschinenbau-Ingenieur aus Neu Delhi mit einer Note von 2,3. Dagegen bewirbt sich ein Lehrer aus Sierra Leone mit einer Note von 2,0. Wie wollen Sie diese Abschlüsse vergleichen? - wie beurteilen, welche Leistungen in diesem Studiengängen erbracht wurden, und wie wollen Sie letztlich die Entscheidung über die bessere Eignung eines der beiden Bewerber für das MBA-Programm treffen?

Der GMAT bietet die Möglichkeit, die Bewerber ohne größere Schwierigkeiten in eine Rangfolge zu bringen - ganz unabhängig davon, was man von dem Test hält. Es gab in der Tat vor einigen Jahren eine Tendenz bei den Business Schools, gänzlich auf den GMAT zu verzichteten. Der Test war in die Kritik geraten, weil er als insgesamt zu amerikanisch empfundenen wurde. Ich glaube, es war Ende 1997, als Harvard erstmals versucht hat, den Test nicht mehr zu verlangen. Man hat dann aber schnell mit leichtem Erschrecken festgestellt, dass man nun wirklich alle Essays lesen musste, die die Bewerber zusammengeschrieben haben. Kurzum: Der GMAT wurde ganz schnell wieder eingeführt. Der GMAT soll also in erster Linie den Admission Committees den Vergleich internationaler Bewerber erleichtern...“


2. Prestigewert für die Business Schools

Daneben ist der GMAT aber auch ein Prestigewert für die Business Schools. Die Spannweite und der Durchschnitt der GMAT-Ergebnisse der Studenten verschiedener Business Schools werden regelmäßig in bekannten Statistiken veröffentlicht und dienen als starkes Indiz für das Niveau eines MBA-Programms und die Qualität seiner Studenten. Aus diesem Grund haben die Admission Committees der Business Schools keinen allzu großen Spielraum für die Toleranz schwächerer Testergebnisse. Sie müssen zu sehr darauf achtem, dass der Durchschnitts-Score der zugelassenen Bewerber respektabel ausfällt. Kandidaten mit niedrigeren Ergebnissen müssen sich deshalb gewaltig ins Zeug legen mit dem Rest ihrer Bewerbung, um als eine der wenigen Ausnahmen dennoch angenommen zu werden. Insbesondere die Top Schulen tun sich sehr schwer damit, niedrige Punktzahlen zu akzeptieren. Dazu Jörn Meißner, Doktorand an der Columbia Business School:

„Ich weiß, dass Herr Meyer-Feldberg, der Dean der Columbia Business School, das Admission Committee schon vor Jahren angesprochen hat, es solle sicherstellen, dass der durchschnittliche GMAT-Score der zugelassenen Bewerber eines Durchgangs über 700 Punkten liege. In dieser Liga (700 Punkte aufwärts) spielen weltweit bisher nur fünf oder sechs Business Schools mit. Columbia möchte also über die Mindestpunktzahl im GMAT seine Stellung als Top Schule herausstellen: Durch das objektive Kriterium GMAT-Score soll dokumentiert werden, dass man sich die besten Bewerber aussuchen kann ... Am Strengsten ist Stanford, dessen MBA-Studenten eine Durchschnittspunktzahl von 727 Punkten im GMAT auf einer Skala von 200 bis 800 Punkten haben.“


3. Chance auf Stipendien

Für akademisch gute Bewerber kann ein sehr gutes GMAT-Ergebnis die Chance eröffnen, eines der seltenen Stipendien an guten Business Schools zu ergattern. Hervorzuheben ist auch, dass ein guter GMAT wegen seiner besonderen Bedeutung im Auswahlverfahren die realistische Aussicht eröffnet, auch ohne weit überdurchschnittliche akademische Noten an renommierten Business Schools angenommen zu werden.


4. Steigende Anforderungen

Die Top Schulen werden immer anspruchsvoller. Mit 680 Punkten im GMAT gehört man zum Beispiel zu den oberen 10% der Testteilnehmer. Doch nicht einmal das genügt den führenden MBA-Anbietern. Mittlerweile liegen die Durchschnittspunktzahlen der angenommenen Bewerber der Top 10 Programme weit über dieser Zahl (allen voran Stanford mit 727 Punkten). Mit eigentlich respektablen 680 Punkten können Sie sich selbstverständlich bei allen führenden Business Schools bewerben und je nach der Qualität ihrer Essays und sonstigen Bewerbungsunterlagen auch Erfolg haben; es ist aber durchaus möglich, dass Sie aufgefordert werden, den GMAT noch einmal abzulegen; mit anderen Worten: Nur UNTER DER VORAUSSETZUNG, dass der Rest Ihrer Bewerbung gut ist, werden Sie als interessanter Bewerber eingestuft und bekommen die zweite Chance mit dem GMAT. Dieses Beispiel aus der Bewerbungspraxis an den Top Schulen verdeutlicht, wie wenig Sie heutzutage mit einem so hohen Ergebnis wie 680 Punkten im GMAT noch beeindrucken können. Dazu Jörn Meißner, Gründer des GMAT-Unternehmens Manhattan Review:

„ Ich habe gerade eine Rückmeldung von einem ehemaligen Kursteilnehmer erhalten, der bei Columbia eine ansonsten sehr gute Bewerbung eingereicht hatte. Columbia hatte ihm mitgeteilt, dass 660 Punkte im GMAT nicht genug seien. Er solle den Test vielleicht noch einmal machen. Er hätte eine gute Chance bei einer Reapplication, wenn der Test-Score dann stimme...

750 Punkte aufwärts bringen Sie in das obere Prozent der Teilnehmer beim GMAT. Mit 680 Punkten liegen Sie in den oberen zehn Prozent. Wenn sie das im Hinterkopf haben, können Sie sich vorstellen, wie hoch die Hürde bei Stanford hängt: Die Teilnehmer haben dort eine Durchschnittspunktzahl von 727 Punkten. Das liegt unter anderem daran, dass Stanford ein sehr kleines MBA-Programm bietet: gerade einmal 300 Leute, während Harvard 1200 Studenten pro Jahr durch das MBA-Programm schleust. Auch Wharton hat gut 1000 neue Studenten pro Jahr. Mit 630 Punkten liegen Sie noch in den oberen 20 Prozent. Der Durchschnitt ist weltweit ungefähr 530 Punkte. Die deutschen Teilnehmer sind im Schnitt etwas besser: Nach neueren Ergebnissen sind es 542 Punkte. Am Rande bemerkt: die Amerikaner liegen zehn Punkte darunter...

Was auffällt ist, wie sehr die Durchschnittspunktzahlen innerhalb der letzten Jahre angehoben worden sind. Stanford hatte im Jahr 1995 noch 680 Punkte; jetzt sind es bereits 727 Punkte. Columbia hatte 1991 611 Punkte im Durchschnitt; jetzt sind es 705. Und INSEAD hat dieses Jahr erstmals knapp über 690 Punkte erreicht; es ist damit zu rechnen, dass es demnächst 700 Punkte sind. Diese Zahlen reflektieren recht gut, wie stark der Wettbewerb mittlerweile ist, dem man sich stellen muss, wenn man an einer sehr guten Business School studieren möchte. In diesem Zusammenhang möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Admission Rate bei den Top Business Schools 1995 noch eins zu vier war, also einer von vier Bewerbern wurde zugelassen. Mittlerweile ist die Zulassungsquote wie gesagt eins zu zehn. So sehr hat sich der Wettbewerb verschärft.“

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