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I. Einleitung
II. Entscheidung für das MBA-Studium: zwei Erfahrungsberichte
1. INSEAD
2. Columbia Business School
III. Zielgruppen des MBA-Studiums
IV. Ein- oder Zwei-Jahresprogramm
1. Pro Zwei-Jahres-Programm
2. Pro Ein-Jahresprogramm
V. Vorteile für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler


I. Einleitung

Wer sich für ein MBA-Studium entscheidet, sollte sich zunächst ein möglichst klares Bild über die Vor- und Nachteile des MBA-Studiums verschaffen und sich mit der Frage auseinandersetzen, ob dieses Studium ihm helfen kann, seine Berufsziele zu erreichen. Zunächst ist zu bedenken, dass die MBA-Ausbildung im Kern nur das Handwerkszeug für eine Managementkarriere bietet und den Besitz dieser Fertigkeiten durch den MBA-Titel dokumentiert werden kann.. Die Karriere ist danach kein Selbstgänger. Die Jobs, die man mit einem MBA typischerweise bekommen kann, stellen vielfach einen hohen zeitlichen und professionellen Anspruch und erfordern eine große Flexibilität. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob der zeitliche und finanzielle Einsatz für den MBA und ein daran anschließendes Berufsleben, das sehr viel Hingabe erfordert, für ihn das richtige ist. Wer diese Frage bewusst und begründet für sich bejaht, hat sehr gute Chancen, sich mit dem MBA ein anspruchsvolles, verantwortungsvolles und interessantes Berufsleben zu eröffnen.

Diese Thematik wird in fast allen Bereichen der Webseite MBA Gate angesprochen. In diesem Abschnitt möchten wir ergänzend einige Vor- und Nachteile des MBA-Studiums diskutieren, die in den anderen Kapiteln noch nicht erörtert worden sind. Vor allem fangen wir hier Erfahrungen und Meinungen von Insidern ein, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen, ob ein MBA-Studium die richtige Entscheidung für Sie ist.


II. Entscheidung für das MBA-Studium: zwei Erfahrungsberichte

Vorweg geben wir zwei Beispiele für begründete Entscheidungen zum MBA-Studium:

1. Cliff Hinrichs (INSEAD)

„...Let me give you some of the background behind why I decided to apply to business school. By the spring of 2000, after a stint of freelance e-commerce-related consulting, I began reflecting on my career to date and where I wanted to take it. I felt I had chalked up some very solid professional experience, particularly in my previous positions as a derivatives trader and as co-founder of a UK-based dot.com that had raised over £5m in venture capital. My experience as co-founder of a dot.com company had really opened my eyes to how much more there was for me to learn about business in general than I could have realized when I was a trader. But I strongly felt that to advance, and possibly enable a shift in, my career I needed to consolidate what I had learned. My best idea of a future career was one that involved all the elements -- strategy, technology and finance -- I had enjoyed most in previous roles. Most of the job options that would combine those elements – venture capital, strategy consulting, or technology investment banking –required an MBA in order to maximize my potential...“

Cliff Hinrichs ist Teilnehmer des MBA-Programms der renommierten europäischen Anstalt INSEAD in Fontainebleau, Frankreich. Dies war ein Auszug aus der Rede zum Essay-Schreiben, die er auf dem MBA-Expertenforum: „MBA Gate 2002“ im November 2001 in Frankfurt gehalten hat.

Die gesamte Rede von Cliff Hinrichs finden Sie in unserer Download Sektion unter
<link: http://MBA-Gate.de/de/download


2. Marcel Liplijn (Columbia Business School)

„...First I’d like to go into why I am doing my MBA. While working for P&G in research and development my job embraced different kinds of functions. In most of the projects I was involved with, the finance part seemed to be the most interesting to me; especially long-termed. I talked to my management, and they made absolutely clear that, if you want to climb up to a general management position: what you really would have to do within P&G is marketing or organization; I would have to go to marketing. Putting those two things together I decided to pursue a finance career in a finance environment, basically in banking. For me to break into that I thought an MBA was essential. So that is how I applied to Columbia and Wharton whose MBA programs maintain the most renowned finance programs...“

Marcel Liplijn ist Teilnehmer des MBA-Programms an der renommierten Columbia Business School in New York. Dies war ein Auszug aus der Rede, der er auf dem MBA-Expertenforum: „MBA Gate 2002“ im November 2001 in Frankfurt gehalten hat.

Die gesamte Rede von Marcel Liplijn finden Sie in unserer Download Sektion unter
<link: http://MBA-Gate.de/de/download


III. Zielgruppen des MBA-Studiums

Für die Entscheidung, ob das MBA-Studium für Sie das richtige Programm ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf die typischen Teilnehmer dieses Master-Studiums: Ungefähr ein Drittel der Studenten sind Wirtschaftswissenschaftler; der Rest sind Ingenieure, Geisteswissenschaftler und Juristen. Abgesehen davon ist die Zielgruppe des MBA-Studiums denkbar groß. Auch Studenten ohne Studium, aber mit bemerkenswerter beruflicher Praxis, werden hin und wieder zugelassen (aber aufgepasst: wenn eine Business School es Ihnen allzu leicht macht, Sie gar ohne Abitur zulassen möchte, ist es meist ein eher unseriöses Programm, dessen Titel in Deutschland höchstwahrscheinlich nicht geführt werden dürfen; Näheres dazu unter Auswahl: Akkreditierung). Wenn Sie nicht zu einer der klassischen Gruppierungen gehören, haben Sie aber zumindest Anlass, ihre Ziele besonders genau zu überdenken.

Die MBA-Studenten befinden sich außerdem auf unterschiedlichsten Karriereebenen: Von frischen Uni-Absolventen ohne nennenswerte Berufserfahrung bis hin zu 35 oder 40-jährigen Managern, die sich in der Mitte ihrer beruflichen Karriere befinden und in der Regel vom Unternehmen gesponsert werden (meist Teilzeitprogramme).


IV. Ein- oder Zwei-Jahresprogramm?

Wer sich für ein Vollzeit-MBA-Studium entscheidet, hat die Auswahl im Wesentlichen zwischen einem einjährigen oder einem zweijährigen Programm. Welche Variante ist ratsamer für den Absolventen einer deutschen Hochschule?


1. Pro Zwei-Jahresprogramm

Ein Zwei-Jahresprogramm kann auch für Studenten fortgeschrittenen Alters sinnvoll sein, vor allem wenn Sie sich noch etwas Zeit lassen möchten mit der Schwerpunktsetzung Ihres Studiums. Ein besonders gelungener Ablauf eines Zwei-Jahresprogramms besteht darin, sich noch während des ersten Studienjahres ein Jobangebot zu sichern und dann für das zweite Jahr darauf abgestimmte Wahlfächer zu belegen. Die meisten MBA-Studenten an der Columbia Business School führen die ersten intensiven Jobinterviews ungefähr vier bis fünf Monate nach Studienbeginn.

Dazu Birgit Giesen vom Staufenbiel Institut (Auszug aus der Rede auf MBA Gate 2002 in Frankfurt):

„...Anders als bei den Wirtschaftswissenschaftlern würde ich für diese Zielgruppen (Absolventen nicht wirtschaftlich ausgerichteter Fächer) allerdings nicht unbedingt ein besonders kurzes Programm empfehlen, das einen kleinen generalistischen und einen hohen spezialisierten Teil hat. Stattdessen scheint es mir eher opportun, sich für ein generalistisches Programmen zu entscheiden, das von längerer Dauer ist. Auf diese Weise verschaffen Sie sich einen genügenden Überblick über die Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Funktionen und Fächer und haben mehr Zeit, um zu erkennen, welcher Funktionsbereich und welche Branche für Ihre spätere berufliche Tätigkeit in Frage kommt. Wenn Sie ein einjähriges MBA-Programm besuchen, müssen Sie sich im Grunde genommen schon kurz nach Aufnahme des Studiums für die Spezialisierung entscheiden. Es wird vielen aber schwerfallen, die ideale persönlich-fachliche Ausrichtung bereits zu diesem Zeitpunkt zu erkennen...“

Zu diesem Punkt noch eine Ergänzung von Jörn Meißner, Gründer des GMAT-Unternehmens Manhattan Review:

„...Es gibt eine interessante Gestaltungsmöglichkeit, die vor allem auch Zwei-Jahresprogramme für viele deutsche Hochschulabsolventen interessant machen kann: die so genannte `Waiving Option´. Unter bestimmten Umständen werden Ihnen einige Pflichtkurse des MBA-Programms erlassen. Dadurch können Sie das Programm entweder zeitlich verkürzen oder mehr Freiraum für Spezialkurse bekommen...“


2. Pro Ein-Jahresprogramm

Aus unserer Erfahrung bevorzugen viele deutsche MBA-Interessenten die einjährigen Programme, vermutlich um den Verdienstausfall und die Programmkosten niedrig zu halten. Hierfür kommen in erster Linie europäische Anbieter wie INSEAD in Frage. Mittlerweile sind aber auch Zweijahres-Programme in den USA in Erwägung zu ziehen, die durch Belegung des Summerterms (Verzicht auf das Praktikum) auf 16 Monate verkürzen werden können, wie zum Beispiel das MBA-Programm der Columbia Business School.

Detlev Kran, Geschäftsführer der FIBAA, hat sich auf MBA Gate 2002 in Frankfurt für Ein-Jahresprogramme ausgesprochen:

Frage aus dem Auditorium (Veranstaltung MBA Gate 2002):

„Warum raten Sie zu einem einjährigen MBA-Programm, nicht zu einem zweijährigen Programm, wie es auf dem amerikanischen Markt überwiegend angeboten wird?“

„Ganz einfach: Der amerikanische Student ist nach seinem Studienabschluss in der Regel 21 Jahre alt, geht dann in einen Beruf und setzt den MBA wenige Jahre später noch oben drauf. Wobei man auch ganz deutlich sagen muss: Nur ein kleinerer Prozentsatz der Angloamerikaner absolviert ein Master-Studium, auf keinen Fall mehr als 30 Prozent den Bachelor. Oder in Zahlen ausgedrückt: Es gibt in den USA 14 Millionen Studenten. Von diesen 14 Millionen Studenten sind rund 300.000 Master Studenten im Bereich MBA. Das sind nur zwei Prozent aller Studenten. Das im Vergleich zu unserem Hochschulstudium straffere Studiensystem in den USA sorgt jedenfalls für einen recht erheblichen Altersunterschied. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Studienabgänger in Deutschland ist 29 Jahre alt. Um nicht zu alt und dadurch für den Arbeitsmarkt uninteressant zu werden, kann ich deshalb nur dazu raten, ein kürzeres Programm zu wählen, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Job zu verbessern.“


V. Vorteile für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler

Zu den Vorzügen des MBAs für Absolventen nicht wirtschaftlich ausgerichteter Studiengänge hat sich Birgit Giesen vom Staufenbiel Institut in Ihrer Rede auf der MBA Gate 2002 in Frankfurt geäußert:

„Im Folgenden gehe ich pauschal auf die Vorteile des MBAs für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler ein, auch wenn sich hier im Einzelnen natürlich Differenzierungen ergeben. Generell muss man sagen, dass sowohl für Ingenieure als auch für die Naturwissenschaftler das MBA-Studium eine sinnvolle Alternative zu einem betriebswirtschaftlichen Aufbaustudium oder auch einer Promotion sein kann, unter der Voraussetzung natürlich, dass das langfristige Berufsziel eben nicht eine fachspezifische Spezialistenposition ist, sondern man gerne an den Schnittstellen arbeitet, also interdisziplinär tätig werden möchte. Durch ein MBA-Studium kann man eben dieses betriebswirtschaftliche Know-how und damit die nötige Schnittstellen-Kompetenz erwerben, die für eine solche Position wichtig ist, ganz zu schweigen von der internationalen Komponente des Studiums, die für solche Posten oft eine Rolle spielt.

Anders als bei den Wirtschaftswissenschaftlern würde ich für diese Zielgruppen allerdings nicht unbedingt ein besonders kurzes Programm empfehlen, das einen kleinen generalistischen und einen hohen spezialisierten Teil hat. Stattdessen scheint es mir eher opportun, sich für ein generalistisches Programmen zu entscheiden, das von längerer Dauer ist. Auf diese Weise verschaffen Sie sich einen genügenden Überblick über die Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Funktionen und Fächer und haben mehr Zeit, um zu erkennen, welcher Funktionsbereich und welche Branche für Ihre spätere berufliche Tätigkeit in Frage kommt. Wenn Sie ein einjähriges MBA-Programm besuchen, müssen Sie sich im Grunde genommen schon kurz nach Aufnahme des Studiums für die Spezialisierung entscheiden. Es wird vielen aber schwerfallen, die ideale persönlich-fachliche Ausrichtung bereits zu diesem Zeitpunkt zu erkennen.

Und man muss auch folgende Überlegungen anstellen: Es gibt einige Programme, beispielsweise für Ingenieure, mit einer relativ homogenen Teilnehmergruppe wie das USW in Schloss Gracht, das stark auf Ingenieure und Naturwissenschaftler ausgerichtet ist. Das Gros der Teilnehmer kommt dort aus diesen Bereichen. Überlegen Sie sich genau, ob Sie ein solches Programm besuchen möchten, das in erster Linie für eine bestimmte Zielgruppe betriebswirtschaftliches Aufbauwissen vermittelt, oder ob Sie mehr von einem Programm mit einer heterogeneren Teilnehmergruppe profitieren. Programme, die primär mit Wirtschaftswissenschaftlern besetzt sind, sind für Fachfremde häufig recht schwierig und meines Erachtens nicht zu empfehlen.“


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