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5. Vorteile und Eigenarten des amerikanischen MBA

Zu Beginn dieses Kapitels (Programmtypen) haben wir bereits einen kurzen Überblick über das klassische amerikanische Vollzeit-MBA-Programm (zwei Jahre) und das europäische Modell (9 Monate bis 12 Monate) gegeben.

Worin bestehen die Vorteile des amerikanischen gegenüber dem europäischen Modell? Eine allgemeingültige Aussage fällt hierzu nicht mehr ganz leicht. Zu zahlreich sind mittlerweile die Programmvariationen. Es sind aber zumindest ein paar grundlegende Vorteile und Besonderheiten amerikanischer Programme erkennbar:

a. Marktführerschaft
b. Wissenschaftlicher Vorsprung
c. Mehr Unterrichtsstoff - Mehr Wahlfächer
d. Hohe Innovationsgeschwindigkeit
e. Beschränkung auf den amerikanischen Markt

a. Marktführerschaft

Die USA sind Marktführer in Sachen MBA. Im Jahr 2001 gab es weltweit rund Dreitausend MBA-Programme, von denen allein Tausend in den USA angeboten wurden! Die große Masse der interessanten MBA-Angebote finden Sie nach wie vor in den Vereinigten Staaten, wo der MBA seinen Ursprung hatte: Seitdem das Dartmouth College den Vorläufer des MBA (Master of Commercial Science) bereits vor Hundert Jahren in New Hampshire angeboten hat, haben die Amerikaner in Sachen MBA die Nase vorn behalten.

Die lange Tradition des MBA in den USA hat gravierende Auswirkungen: Das gute Renommee eines MBA-Programms ist in der US-Wirtschaft viel bekannter als andernorts. Die US-Business-Schools betreiben ein regelmäßig effektiveres Job Placement und Networking als ihre europäischen Kollegen. Auch die Alumni-Netzwerke der US-Schulen sind sehr weit verbreitet und erhöhen die Einstiegs- und Aufstiegschancen ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt.

b. Wissenschaftlicher Vorsprung

Wissenschaftlich liegen die US-Universitäten meist noch vorne. Die US-Business-Schools geben nach wie vor mehr größere Forschungsarbeiten in Auftrag und die bahnbrechenden Artikel im Management-Bereich stammen sehr häufig noch von Professoren amerikanischer Business Schools.

c. Mehr Unterrichtsstoff - Mehr Wahlfächer

Wie gesagt: Die klassischen Vollzeit-Programme in den USA sind grundsätzlich auf zwei Jahre angelegt und gelten als vollwertiges Management-Studium, während die europäischen Varianten meist nur bis zu einem Jahr dauern und als Zusatzstudium konzipiert sind. Trotz einiger Annäherungen kann man sagen: Den US-Business-Schools geht es immer noch mehr um die Vermittlung vertiefter Managementkenntnisse. Auch das Wahlfach-Angebot ist in der Regel umfangreicher, weil der MBA in den USA meist von der Business School einer großen Universität angeboten wird; da fällt es vergleichsweise leicht, verschiedene Wahlfächer anzubieten. Zum Vergleich: In Europa sind die Anbieter sehr häufig eigens für ein MBA-Programm geschaffene private Einrichtungen.

d. Hohe Innovationsgeschwindigkeit

Die US-Business-Schools gestalteten ihre MBA-Programme sehr flexibel. Ihre Innovationsgeschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit ist sehr hoch, etwa wenn es darum geht, die Studienmaterialien zu erneuern und neue Lerntechnologien einzusetzen.

e. Beschränkung auf den amerikanischen Markt

Viele europäische Studenten, die in den USA ihren MBA erworben haben, bemängeln, dass die Programme sehr stark auf die amerikanischen Verhältnisse zugeschnitten sind.

Das betrifft zum einen das Studienangebot. Darüber hinaus ist die Jobvermittlung, die amerikanische Universitäten durchaus mit Erfolg betreiben, auf den nationalen Markt konzentriert; für diesen Bereich werden die meisten Mittel bereitgestellt. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung amerikanischer Studenten; Ausländer haben geringere Chancen. Anders sieht das allenfalls dann aus, wenn man von einer der Top 20 Schulen kommt: unabhängig von der Nationalität haben die amerikanischen Arbeitgeber an solchen Absolventen großes Interesse; Ihr Englisch muss aber sehr gut sein, wenn Sie in den Auswahlgesprächen der Top Unternehmen amerikanische Mitbewerber ausstechen wollen. Die amerikanischen Business Schools haben diese Nachteile für Ausländer mittlerweile erkannt und bemühen sich stärker darum, auch ihre ausländischen Absolventen besser zu vermitteln.

Diese Beobachtungen fügen sich in das derzeitige Bild des amerikanischen MBA-Ausbildung, die zwar weltweit führend ist, in puncto Internationalität aber gegenüber der europäischen Variante noch nicht mithalten kann.

In den USA studieren viel weniger Ausländer in MBA-Programmen als in Europa; zumindest im Verhältnis zur Gesamtzahl der Teilnehmer. Nur um ein Beispiel zu nennen: die London Business School hatte im Jahr 2001 Teilnehmer aus mehr als 54 Nationen in ihren MBA-Programm. Auch die USA ziehen ausländische Teilnehmer an, allerdings nicht annähernd in vergleichbarem Umfang.

Auch der Lehrkörper ist in den USA weniger international als in Europa, wo mittlerweile im Durchschnitt über 60 Prozent der Dozenten aus anderen Ländern kommen. Innerhalb Europas sind die Wege natürlich auch nicht so weit wie von anderen Ländern in die USA. Dennoch: der Unterschied ist gravierend; Harvard dürfte in den USA führend sein, was die Internationalität der Dozenten betrifft - und das mit gerade mal einen Viertel Nicht-Amerikaner. Zugestanden: die USA haben immerhin eine große ethnische Vielfalt unter ihren Staatsbürgern.

In jüngster Zeit beobachten wir, dass auch die amerikanischen Business Schools stärker an ihrer internationalen Ausrichtung arbeiten:

- Die US-Schulen bemühen sich um mehr internationale Dozenten.

- Es wird um mehr ausländische Studenten geworben. Viele US-Anbieter haben zu diesem Zweck mittlerweile spezielle Recruiter eingestellt.

- Zahlreiche Business Schools bereichern ihre Programme außerdem um eine internationale Komponente, indem sie den Erwerb ihres MBA-Titels auch im Ausland anbieten, zum Beispiel in Europa, in Asien und in Südamerika. Oftmals geschieht das aus rein finanziellen Gesichtspunkten; denn auf diese Weise kann man Studenten anlocken, die an dem Angebot nur interessiert sind, wenn sie dafür nicht "den Sprung über den Teich" wagen müssen. Viele der Top Business Schools schrecken bisher noch davor zurück, auf diese Weise mehr Bewerber anzulocken, vermutlich weil sie die Verwässerung des guten Namens ihres MBA-Titels fürchten. Es ist zumindest nicht ganz unproblematisch, wenn man beispielsweise einen Harvard-Abschluss vorweisen kann, und es stellt sich später heraus: Das Degree hat man im Teilzeit-Studium in Westafrika erworben, während man als Au Pair auf einer Bananen-Plantage gejobbt hat. Nebenbei: Auch die europäische Top-Schule INSEAD unterhält neben ihrem Sitz in Fontainebleau bei Paris einen Campus in Singapur.

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